Sonntag, 20. November 2011

Haut, so weiß wie Schnee von Andrea Steinert


Ein Mädchen, so schön wie Schneewittchen. Jette ist unglaublich hübsch, aber abgesehen davon ist ihr Leben ganz normal. Doch dann lernt sie Jonah kennen und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Der Junge warnt sie davor, dass ein Kosmetikkonzern es auf ihr Blut abgesehen hat, weil er damit Forschungen betreiben will. Für Jette und Jonah beginnt ein gefährlicher Kampf ...
Ein packender Thriller mit einigen Schwächen, die aber das Gesamtbild nicht beeinträchtigen. Die Grundidee zu dieser Geschichte ist spannend und sehr aktuell, denn wir leben in einer Gesellschaft, in der Schönheit wichtig ist, um anerkannt zu werden. Dieses Thema hat die Autorin gut und brisant umgesetzt und ich war an den meisten Stellen durchaus gefesselt. Leider kam ich anfangs schwer in die Geschichte hinein, da sie erst langsam Fahrt aufnimmt und sich die Spannung danach konstant steigert. Ab und an waren auch ein paar Längen zu finden, die den Lesefluss etwas beeinträchtigt haben, jedoch später durch eine extra Portion Spannung wieder wett gemacht wurden. Die Liebesgeschichte zwischen Jonah und Jette ist nett gestaltet, nicht mehr, nicht weniger.
Die Charaktere hätten meiner Meinung nach facettenreicher gestaltet werden können, da ich sie teilweise etwas farblos und undurchsichtig fand. Ich konnte sie mir manchmal schlecht vorstellen, da die Eindimensionalität die Verdeutlichung behindert hat.
Sprachlich ließ es sich gut lesen, denn es war flüssig und den Situationen angemessen.
Das Cover sieht sehr ansprechend aus und springt direkt ins Auge.


  


Herzlichen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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