Dienstag, 10. Mai 2011

Hexenkuss von Nancy Holder und Debbie Viguié

 


Holly Cathers Eltern sterben bei einem schrecklichen Unfall, und ihr bleibt nichts anderes übrig, als zu ihrer Tante Marie-Claire nach Seattle zu ziehen. Bis dahin hat sich Holly immer für eine normale junge Frau gehalten. Doch hier erfährt sie die Wahrheit, vor der sie ihr Vater immer hatte behüten wollen: Holly entstammt einem uralten Hexengeschlecht – und ihre Familie befindet sich im Krieg mit den mächtigen Hexern des Deveraux-Clans!
Die beiden Autorinnen Nancy Holder und Debbie Viguié haben mit "Hexenkuss" einen Debütroman vorgelegt, der einiges an Potential besitzt. Leider wird dieses Potential streckenweise nicht gut umgesetzt und ist daher etwas langatmig, während es an anderen Stellen wieder spannend wird und der Leser gerne weiter liest. Es dauert seine Zeit bis man in die Geschichte hineinfindet und es dauert ebenfalls seine Zeit, bis Holly entdeckt, dass sie eine Hexe ist; das Ganze hätte etwas komprimiert werden können, um mehr Spannung und Tiefgang aufzubauen, der größtenteils fehlt. Auch die teilweise blutigen und morbiden Szenen fand ich unschön und manchmal zuviel, dadurch hat die Geschichte eine zu düstere Atmosphäre bekommen, die der Leser eigentlich bei so einem Buch nicht erwartet.
Die Charaktere waren etwas oberflächlich und farblos gestaltet und es ist sehr schwer sich mit ihnen zu identifizieren.
Die Sprache der beiden Autorinnen lässt sich gut lesen, es ist sprachlich kein Meisterwerk aber auch kein Flop. Leider sind manche Beschreibungen etwas zu detailliert, sodass der Lesefluss an manchen Stellen stark gebremst wird.
Das Cover sieht sehr magisch aus und macht auch im Regal optisch etwas her.
Fazit: Ein Fantasyroman mit Potential, das hoffentlich in den Nachfolgebänden besser ausgeschöpft wird.



Herzlichen Dank an den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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