Dienstag, 16. Januar 2018

Das Grün umschlingt das Eisen von Jan C. Sander


Das Grün umschlingt das Eisen (Der Naturzyklus 1) von [Sander, Jan C.]

Klappentext:
Serahil Mordai ist ein Jahrhunderte alter Halbelf und Ermittler der Polizeigarde der Metropole Eisenthal. Sein neuster Fall, den er zusammen mit seiner jungen Partnerin Alya Servil untersucht, dreht sich um eine brutale Attacke durch ein unbekanntes Tier. Die Spuren sind widersprüchlich und die Vergangenheit des Opfers dubios. Das Ermittlerduo versinkt immer mehr in einem Sumpf aus Intrigen, der bis in die höchsten Ämter führt. 

"Das Grün umschlingt das Eisen" ist der erste Band des "Naturzyklus" von Jan C. Sander.

Auf dieses Buch war ich überaus gespannt, denn es verspricht eine Geschichte, die in einer uns sehr ähnlichen Welt spielt, in der eine große Vielfalt an verschiedenen Wesen lebt. Inmitten einer technologisierten Gesellschaft trifft man auf Orks, Halbelfen, Zwerge, Gnome, Menschen und noch diverse weitere Spezies. Aus diesem Grund vereint dieser Roman nicht nur die kriminalistischen Elemente des Klappentexts, sondern wartet auch mit einer ordentlichen Portion an Übersinnlichem auf. Es macht sehr viel Spaß, sich mit dieser Welt vertraut zu machen und nach und nach ihre Geheimnisse zu ergründen. Weiterhin kommt man ganz wunderbar in die Handlung hinein und gelangt ohne große Vorrede zum eigentlichen Kern der Geschichte.

So kann man sich einer ausgeklügelt ausgearbeiteten Spannung gewiss sein, die sich konstant durch den gesamten Roman zieht und dem Leser stets mitreißende Kurzweil beschert. Viele Überraschungen und ein unvorhersehbarer Plot bahnen einen Weg des puren Lesevergnügens, dem man bereits auf der ersten Seite erliegt. Man möchte einfach immer weiter lesen und den Geschehnissen auf den Grund gehen. Kein Wunder also, dass sich dieses Buch innerhalb kürzester Zeit durchschmökern lässt. Dies ist auch auf das Tempo zurückzuführen, das weder zu rasant noch zu träge dahinplätschert, sondern wohldosiert Szene um Szene ihrem benötigten Raum zuführt. 

Auch an der Atmosphäre gibt es nichts auszusetzen, denn diese ist stets passend und vereint alle Elemente, die für Lebendigkeit und Tiefgründigkeit vonnöten sind. Neben den brutaleren und düsteren Szenen kommt auch der Humor nicht zu kurz, um die eine oder andere Sequenz ein Stück weit aufzulockern. Auch hier darf man sich auf eine tolle Mischung freuen.

Der Schluss ist in sich soweit abgeschlossen. Es gibt aber dennoch den einen oder anderen kleineren Hinweis, der uns zeigt, wohin es in Band 2 gehen könnte. Ich bin sehr neugierig, wie der Autor diesen umsetzen wird und hoffe, dass ich ihn schon bald in den Händen halten kann. Außerdem möchte ich unbedingt mehr über die Geschichte von Serahil, der Welt und der verschiedenen Völker erfahren.

Fazit: Überaus interessanter Fantasyauftakt, der konsequent eigene Wege geht und dabei einen abwechslungsreichen und spannenden Lesespaß garantiert.

 



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