Sonntag, 4. März 2012

Schattenblüte- Die Wächter von Nora Melling

Produkt-Information

Ein uralter Kampf. Eine unsterbliche Liebe. Silvester in Berlin. Noch einmal sind Luisa und Thursen zurückgekehrt in den Wald. Dorthin, wo ihre Liebe begann, als Thursen noch ein Werwolf war. Luisa möchte den Tod ihres Bruders hinter sich lassen, endlich wieder glücklich sein. Doch die Vergangenheit holt sie ein: Während überall ausgelassen gefeiert wird, stoßen sie auf eine übel zugerichtete Leiche. Thursen weiß sofort: Dafür ist einer der Wölfe aus seinem alten Rudel verantwortlich. Während er immer öfter im Wald verschwindet, bleibt Luisa allein zurück. Dann lernt sie Elias kennen. Ist ihre Liebe zu Thursen stark genug? Luisa ahnt nicht, dass Thursen und Elias ein schreckliches Geheimnis verbindet ...
Mit "Die Wächter" legt Nora Melling den zweiten Band ihrer "Schattenblüte"- Reihe vor. Die düstere Atmosphäre, die der erste Band verbreitete, ist hier ebenfalls zu finden, jedoch nicht mehr ganz so stark ausgeprägt. Dennoch empfängt man als Leser ein bedrückendes Gefühl, da diese heile Welt, die Luisa und Thursen sich aufbauen wollen, sehr fragil ist und nach und nach kippt. Die Autorin hat einen spannenden Fortsetzungsroman geschrieben, der anfangs ein klein wenig schwächelt, dann aber nach und nach an Spannung zunimmt. Da die Geschichte aus zwei verschiedenen Sichtweisen erzählt wird, die sich irgendwann überschneiden, überschlagen sich die Ereignisse und man findet sich in einem Strudel aus Mysterien und Geheimnissen wieder, die das bereits Bekannte noch übertreffen. Meiner Meinung nach, war der romantische Aspekt in Band eins stärker ausgeprägt, da hier der dramatische Part überwiegt. "Schattenblüte" ist definitiv keine Reihe für rosarot- sehende Romantikerinnen, dennoch übt diese düstere und einzigartige Welt einen eigenen Reiz aus, dem man sich nur schwer entziehen kann. Mit vielen neuen Protagonisten und auch einer neuen Spezie steigert sich dieser Band in ungeahnte Höhen und lässt den Leser sehnsüchtig auf den abschliessenden dritten Band warten, was zum Teil auch an dem spektakulären und offenen Ende liegen mag. 
Luisa hat eine Wandlung durchgemacht. Sie läuft nicht mehr vor Problemen davon, sondern stellt sich ihnen. Man merkt ihr an, dass die Ereignisse sie geprägt haben und sie daran gewachsen ist. Zwar ist sie noch immer sehr impulsiv und unüberlegt wirkt erwachsener und reifer. Thursen war mir in Band eins sympathischer, da er mehr um Luisa gekämpft hat. Nun widmet er sich hauptsächlich seinem alten Rudel und verliert Luisa nach und nach. Der neue wichtiger Charakter, Elias, erscheint sehr sympathisch. Auch die anderen neu hinzugekommen Charaktere brillieren mit ihren Ecken und Kanten und schaffen eine stimmige Geschichte.
Nora Mellings Schreibstil spiegelt die Gefühlswelt des jeweiligen Erzählers sehr gut wieder. So findet man bei Luisa wieder ihre so signifikanten kurzen und prägnanten Sätze. Ansonsten sehr flüssig und eingängig geschrieben vermittelt es dem Leser die diversen Stimmungen und lässt ihn Teil dieser düsteren Atmosphäre werden.
Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und weißt die gleiche Blüte wie die des ersten Covers auf und vermittelt so die Zugehörigkeit. Schade ist nur, dass dieser zweite Band im Gegensatz zum ersten Band nicht gebunden sondern broschiert ist.





Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.


Reihenfolgeinfo der "Schattenblüte"- Reihe:


Band 1: Die Verborgenen
Band 2: Die Wächter

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