Montag, 24. Oktober 2011

Zwischen Himmel und Erde von Live Bonnevie

Produkt-Information

Er ist absolut traumhaft, flüsterte Amanda. Das ist er, sagte Ylva stolz und lächelte Amanda zum ersten Mal an. Dann wisperte sie 'gir etwas auf Isländisch ins Ohr und streifte ihm das Zaumzeug ab. Augenblicklich warf sich der Hengst herum, durchquerte den reißenden Fluss und galoppierte auf die offene Ebene hinaus. Amanda blickte ihm nach, bis er am Horizont verschwunden war, und ihr wurde klar: Sie musste AEgir haben!Um jeden Preis will Amanda mit AEgir die Meisterschaft im Islandpferderennen gewinnen. Auf sie läuft eine Wette, von der das Schicksal ihrer Familie abhängt. Doch schnell stößt Amanda bei dem wilden Hengst an ihre Grenzen. In ihrer Verzweiflung zwingt sie ihm immer wieder ihren Willen auf. Dabei verliert sie sein Vertrauen ... und sich selbst.
Auf Seite 250 habe ich dieses Buch abgebrochen. Ich mag Geschichten, wenn sie gut erzählt sind und ihr Charaktere innewohnen, die realistisch und authentisch sind, jedoch traf bei dieser Geschichte nur Ersteres zu, denn sie ist in eine schöne Handlung verpackt, die an manchen Stellen noch ausbaufähig ist, aber durchaus Potenzial besitzt. Dieser Roman könnte viel spannender sein, wenn die nervigen Charaktere nicht wären, denn durch diese wurde die ganze märchenhafte skandinavische Stimmung zerstört.
Diese Charaktere, allen voran die Hauptperson Amanda, führten sich extrem oberflächlich auf; sie glauben, dass sie sich mit Geld alles kaufen können und das jeder nach ihrer Facon zu handeln hat. Sie hat nicht aus ihren Fehlern gelernt und führte sich bei Kritik jedesmal auf, als würde man ihr sonst was vorwerfen. Ihr Verhalten war mir zu selbstsüchtig und das eines verwöhnten Mädchens, das alles bekommt, was es will ohne zu hinterfragen oder sich etwas zu erarbeiten. Starke Charaktere mit Charme hätten diesen Roman zu etwas Besonderem gemacht.
Sprachlich ist es ok, ab und an hätten die Sätze reiner geformt werden können, da sie doch teilweise nur aneinandergereiht wurden.
Das Cover finde ich sehr schön und verspricht leider etwas, was es nicht halten kann: Einen spannenden Pferderoman für Jung und Alt.
Fazit: Potential nicht genutzt, obwohl viel vorhanden war. Ich hatte mir viel mehr erhofft, da die Inhaltsangabe durchaus vielversprechend war. Schade!


 


Herzlichen Dank an den Coppenrath Verlag für dieses Rezensionsexemplar.







Kommentare:

  1. Oh nein! Auf der Buchmesse haben alle so von diesem Buch geschwärmt und ich war kurz davor es mir zu kaufen. Was nun? Soll ich es doch lieber ignorieren?
    Hmmmmmm.....

    Liebe Grüße
    Anka

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  2. Schlecht ist es nicht, aber mir ging es auf den Keks, dass die Hauptperson noch nicht mal nach der Hälfte des Buches aus ihren Handlungen gelernt hat. Sie hat sich dauernd bei Kritik echauffiert und ihr Vater ging mir mit seinem Diktatorgetue und seiner Einstellung zum Thema Geld so auf die Nerven, dass dabei die eigentlich schöne Geschichte auf der Strecke blieb.

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    1. Zu dumm, dass du das Buch schon nach 250 Seiten abgebrochen hast. Würdest du weiterlesen würdest du nämlich merken, dass es noch eine große Wendung in dem Buch gibt. Und nicht nur der Verlauf der Geschichte, sondern vorallem Amanda verändert sich! Ich kann dieses Buch nur empfehlen, weil es etwas ganz besonderes ist!

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