Freitag, 21. Oktober 2011

Blutrote Schwestern von Jackson Pearce

Produkt-Information

Wenn es dunkel wird, ziehen zwei junge Frauen durch einsame Gassen und Wälder. Mit ihren blutroten Mänteln und süßen Parfüms locken sie Werwölfe an – aber wenn diese sich auf die vermeintlich hilflosen Opfer stürzen, ziehen Scarlett und Rosie ihre Äxte hervor und schlagen zu. Doch dann beginnt die jüngere Rosie zu ahnen, dass es noch mehr im Leben geben kann als die Jagd – und begeht einen Fehler, der sie und Scarlett in größte Gefahr bringt: Sie verliebt sich …
Ein doch spannendes modernes Märchen, das jedoch einige Schwächen in der Umsetzung aufweist.   Als ich dieses Buch zum ersten Mal sah, dachte ich, es würde sich um eine neuere Version von "Rotkäppchen" handeln; doch weit gefehlt, denn hier geht es weit aus brutaler und blutrünstiger zu, als in dem Märchen der Gebrüder Grimm. 
Leider blieb mir die Geschichte bis zum Ende etwas zu oberflächlich; es fehlte das gewisse Etwas, das dieses Buch zu etwas ganz Besonderem machen würde. Mir fehlten auch Erläuterungen zu den einzelnen Personen und zu den Wölfen, wodurch die Oberflächlichkeit der Geschichte nur noch verstärkt wurde. Auch wurden mir ab einem gewissen Punkt die Kampfszenen etwas zu viel, denn andauernd spritzte irgendwo Blut.
Die Charaktere und deren Umsetzung fand ich für meine Verhältnisse etwas sehr Klischeehaft, da auf der einen Seite die "Modepüppchen" waren und auf der anderen die "hartgesottenen" Schwestern, den das Leben ja ach so übel mitgespielt hat. Auch das die Hübsche am Ende den Mann bekommt und die "Hässliche" auf der Strecke bleibt, konnte mich nicht wirklich überzeugen. Des Weiteren hat man trotz der verschiedenen Erzählperspektiven nicht viel über beide erfahren; sie blieben mir einfach zu farblos.
Sprachlich jedoch kann man nichts gegen das Buch sagen, denn es gut geschrieben, da es sich flüssig lesen lässt.
Das Cover ist mysteriös gehalten und der Kontrast mit dem Rot auf dem dunklen Grund erweckt den Hauch einer gruseligen Geschichte.


  


Herzlichen Dank an den Pan Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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