Mittwoch, 10. August 2011

Die Guten, die Bösen und die Toten von Johan von Riepenbreuch



Johan von Riepenbreuch galt lange Jahre als verschollen - ebenso sein in bösen Stilblüten gehaltene Chronik der Schrecken der Viktorianischen Zeit. Wiederaufgelegt und illustriert sind nun seine Verse, die sowohl tödlich verlaufende Duelle, Lobotomie, Kindstode und mehr mit schwarzem Humor unter die Lupe nehmen.
Mit einigen Gedichten, die nur so vor makarberen schwarzem Humor strotzen und ziemlich morbiden Illustrationen kommt die Schreckens-Chronik von Johan von Riepenbreuch daher.
Das Reimschema ist gut durchdacht und sprachlich auch sehr ausgereift, durch die heftigen Themen, entsteht zusätzlich ein unterschwelliger Grusel, der nichts für schwache Nerven ist. Die ab und an auftretenden roten Buchstaben verstärken das ganze zusätzlich
Die Illustrationen haben es ebenfalls in sich, da sie doch sehr markaber und morbide sind; zarten Gemütern ist dieses Buch nicht anzuraten, denn es neben viel Blut sind auch Tote und herausgefallene Augäpfel anzutreffen. Da auch hier neben den schwarz-weiß Illustrationen einiges in rot gemalt wurde, entsteht eine blutige, gruselige Chronik, die vor nichts halt macht, schon gar nicht vor dem Tod.
Das Cover erscheint auf den ersten Blick harmlos, das ändert sich aber sobald man das Buch umdreht; mehr will ich dazu nicht sagen.
Fazit: Gruselig, morbide, markaber, schwarzer Humor; mit diesen Worten lässt sich die Schreckens-Chronik beschreiben, denn sie ist schrecklich anders und nichts für zart besaitete Gemüter.


Herzlichen Dank an Das wilde Dutzend für dieses Rezensionsexemplar.

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