Montag, 23. Mai 2011

Beiß mich, Käthe! von Björn Willems

Beiß mich, Käthe!Vampire mal anders!!!

Kurzbeschreibung:

„Ängste sind nicht dafür da, vor ihnen wegzulaufen. Davon gehen sie nicht weg. Deinen Ängsten musst du dich stellen.“

Der Glanz, der Käthes Verwandlung in einen Vampir begleitete, ist verschwunden. Das Geschenk ewiger Jugend ist ein Fluch, der Käthe in den Schatten der Menschheit drängt. Sie ahnt nicht, dass man auf sie aufmerksam geworden ist. Sie ist nicht interessiert an Mord und Totschlag, sondern sucht einen Weg, ihrer Einsamkeit zu entkommen. Als ihre Tarnung aufzufliegen droht, verschwimmen die Grenzen zwischen Vampirismus und menschlichem Dasein und Käthe entdeckt die hässliche Seite ihrer Verfolger ...

Rezension:

Ein durchaus interessantes Werk, das der junge Autor Björn Willems verfasst hat. Doch man merkt dieser Geschichte schon an, dass dies sein erstes Buch ist, da doch ein paar Schwächen zu finden sind. An manchen Stellen gibt es ziemliche Länge, sodass der Lesefluss gebremst wird und ab und an auch ein wenig Langeweile aufkommt. Die Grundidee zu dieser Geschichte ist gut, da die Vampirklischees hier nicht bedient werden und die Handlung an sich sehr gut durchdacht und neuartig ist. Leider fehlt mir hier der Tiefgang und die atmosphärische Dichte.
Die Charaktere kommen gut zur Geltung und wurden liebevoll ausgearbeitet, jedoch wirken sie an manchen Stellen etwas blass und facettenlos. Da es eine überschaubare Anzahl von Charakteren gibt, kann man sich als Leser leicht in dieser Geschichte zurechtfinden.
Die Sprache ist sehr gewählt, brilliert aber auch ab und an durch jugendliche Akzente, die an den richtige Stellen gesetzt werden. Wenn man von den teilweise inhaltlichen Längen absieht, lässt sich dieser Sprachstil sehr leicht und flüssig lesen.
Negativ finde ich, dass es keine Kapitel gibt, denn dadurch hätte es meiner Meinung nach mehr hergemacht und wäre auch einfacher und interessanter zu lesen gewesen. Auch hätte man die Erzählungen der einzelnen Personen aus ihren Sichtweisen besser von einander abgrenzen können, um eine besser Überschaubarkeit zu schaffen und das Ganze übersichtlicher zu gestalten.
Das Cover finde ich persönlich gut, da die Verbindung zur Geschichte erkennbar ist und die Frau darauf Ähnlichkeit mit Käthe aufweist.
Fazit: Eine Geschichte mit Potential, das aber nicht komplett ausgenutzt wurde.



Ich bedanke mich recht herzlich bei Blogg-dein-Buch und den Epidu-Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Hier geht's zur Seite des Buches auf Blogg-dein-Buch.

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