Donnerstag, 7. April 2011

Der Kristallpalast von Oliver Plaschka

Produkt-Information

London, Frühjahr 1851: Als am Vorabend der ersten Weltausstellung ein Mitglied der königlichen Kommission auf mysteriöse Weise ermordet wird, ahnt Miss Niobe noch nicht, dass dieser Fall ihre Welt für immer verändern soll. Im Besitz des Toten befand sich ein Artefakt, das ein Mysterium birgt, das bis weit in die Vergangenheit des fernen Indiens reicht. Feindliche Agenten und eine rätselhafte Loge streben danach, es in ihren Besitz zu bringen und seine fantastischen Kräfte zu entfesseln. In einem Wettlauf gegen die Zeit trifft Niobe auf zwei ebenbürtige Gegner: den niederländischen Spezialisten Frans, der im Dienste finsterer Mächte steht, und Captain Royle, der für eine ultrageheime Sektion der britischen Armee arbeitet. Jeder von ihnen verfügt über besondere Gaben und Waffen; bald aber müssen sie erkennen, dass sie aufeinander angewiesen sind, wenn sie in diesem tödlichen Spiel bestehen und die Wahrheit über das Artefakt und sich selbst herausfinden wollen. Alle Spuren führen zum Kristallpalast, dem prunkvollen Bauwerk aus Eisen und Glas, in dem in wenigen Tagen die Königin, ihr Hofstaat und Besucher aus aller Herren Länder zusammenkommen wollen ...
Oliver Plaschkas neuer Roman ist im Steampunk Genre anzusiedeln. Wie seine Romane vorher, muss man das Buch sehr konzentriert lesen, um an den ganzen Handlungen nicht zu verwirren oder den Faden zu verlieren. Hier ist mitdenken angesagt. Dieser Roman ist spannender und actionreicher als "Die Magier von Montparnasse"  und das Ende ist diesmal zwar offen, aber dennoch zufriedenstellend. Während der Geschichte tauchen immer wieder unvorhergesehene Wendungen auf und das Ende mag dem Einen oder Anderen eine Überraschung sein.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Sichtweisen jeweils in der Ich-Form erzählt, von Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein können. Alle mit einer spannenden und interessanten Vergangenheit und dem gleichen Ziel, was auch immer es ist.
Die Sprache ist wieder sehr gehoben und gewählt, man muss sich auf diese Art und Weise zu schreiben schon einlassen, sonst könnte es schwer werden der Handlung zu folgen.
Fazit: Ein spannender Roman, der das viktorianische Zeitalter dem Leser etwas näher bringt und viel Wissenswertes beherbergt.



Vielen Dan an den Feder & Schwert Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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