Montag, 28. März 2011

Scatterheart von Lili Wilkinson

 Eine junge Dame von Stand kämpft um ihr Glück, ihre Freiheit und die große Liebe.
London, 1814: Hannahs idyllisches Leben wird jäh gestört, als ihr Vater eines Mordes bezichtigt nach Paris flieht. Von nun an stolpert das Mädchen von einem Alptraum in den nächsten: Sie landet im Gefängnis und wird zu jahrelanger Zwangsarbeit in einer australischen Strafkolonie verurteilt.
Während der monatelangen Seereise lernt sie James, den attraktiven und charmanten Schiffsleutnant, kennen. James verspricht ihr ein standesgemäßes Leben in Luxus und Reichtum. Doch schon bald entpuppt er sich als unbeschreiblich brutal und kaltblütig. Hannahs Situation wird immer unerträglicher und aussichtsloser. Kann sie den Lauf ihres Schicksals verändern und einer trostlosen Zukunft entfliehen, um am anderen Ende der Welt ihr Glück und ihre große Liebe zu finden?
Dieses Buch zieht einen in seinem Bann und man ist gefesselt, sodass sich die 450 Seiten wie von selbst umblättern. Man erfährt, wie Frauen in der damaligen Zeit in ihren Ständen behandelt wurden. Während die Reichen von ihren Vätern bzw. Ehemännern unwissend gehalten wurden, sodass ein naiver weltfremder Eindruck entsteht (wie auch bei Hannah), müssen sich die ärmeren ihr Leben erkämpfen und prostituieren sich, um am Leben zu bleiben. Des Weiteren wird auch wunderbar geschildert, wie es damals in den Gefängnissen zu ging und was mit den Deportierten geschah. Diese historischen Fakten werden auf eine unverblümte Art und Weise dargestellt und sind sehr gut recherchiert, was mir sehr gefallen hat. Im Laufe des Buches erlebt man den Wandel Hannahs mit. Das einst naive, weltfremde Mädchen, das sich nur für Kleidung und Etikette interessiert hat, entwickelt sich zu einer toughen jungen Frau, die sich für sich selbst und andere einsetzt und für ihre Ziele kämpft. Durch die anschauliche Schreibweise kann man sich gut in Hannah hineinversetzen und man erfährt mehr über ihre Beweggründe. Auch findet die Liebesgeschichte zwischen Thomas und Hannah nach vielen Schwierigkeiten am Ende ihr Happy End. Der Roman ist klar strukturiert und somit flüssig zu lesen und definitiv unterhaltsam. Der Cover ist ansprechend, ohne dabei aufdrnglich zu sein. Der glitzernde Schutzumschlag passt zu der Geschichte, somit entsteht Alles in Allem ein von Innen und Außen stimmiger Roman, der Lust auf mehr macht und man hofft, mehr von dieser Autorin zu lesen. Somit gibts für dieses Meisterwerk mit ungeschöntem Einblick in das Leben des 19. Jahrhunderts   Herzlichen Dank an den Coppenrath- Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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