Dienstag, 29. März 2011

Grimm von Christoph Marzi

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Vergiss nie die Macht der Worte…

Es waren einmal zwei Schwestern, die lauschten allabendlich den Worten ihres Vaters: »Mädchen, weicht vom Wege nicht!« Doch die Jahre vergingen, die eine Schwester starb und die andere vergaß Rotkäppchen. Bis sich das Märchen an einem stürmischen Herbsttag mit aller Macht bei der siebzehnjährigen Vesper Gold zurückmeldet.
Plötzlich geschehen seltsame Dinge in Hamburg: Ein Wolf streift durch die Stadt, Kinder fallen in einen rätselhaften Tiefschlaf. Und Vesper allein hält den Schlüssel zu einem düsteren Geheimnis in Händen, das bis zu den Brüdern Grimm zurückreicht.

Der Tag fängt nicht gut an für die siebzehnjährige Vesper Gold. In der Schule gibt es wieder Ärger, und ihre Mutter, eine weltberühmte Pianistin, hat einmal mehr keine Zeit für ihre temperamentvolle Tochter. Auch der schwere Sturm, der über Hamburg tobt, trübt Verspers Stimmung. Doch all das ist mit einem Mal unwichtig: Aus der Zeitung erfährt sie, dass ihr geliebter Vater im fernen Berlin unter rätselhaften Umständen gestorben ist. Wenig später stirbt auch Vespers Mutter, und plötzlich ist Vesper ganz allein auf der Welt. Einzig die Erinnerung an eine glückliche Kindheit, als ihr Vater ihr und ihrer großen Schwester Geschichten erzählte, ist ihr geblieben – und ein uralter goldener Schlüssel. Auf einmal geschehen immer unheimlichere Dinge in der Stadt: Märchenwesen werden lebendig, Wölfe tauchen auf und Kinder fallen in tiefe Träume. Auf der Suche nach Antworten trifft Vesper den geheimnisvollen Leander. Gemeinsam wollen sie das düstere Rätsel lösen. Doch die Zeit läuft, denn nur wenn sie herausfinden, was damals zu Zeiten der Brüder Grimm geschah, kann die Gegenwart gerettet werden ...

Christoph Marzi entführt den Leser mit diesem neuen Roman in die Welt der Märchen. Zwischen Wahrheit und Wirklichkeit tun sich immer neue Rätsel und Geheimnisse auf, sodass sich dieser Roman erst zum Schluss komplett offenbart und alle Rätsel zu einem Ganzen zusammenfügen.
Durch diese phantastische Sprache, die man bereits in "Lycidas",etc. kennen und lieben gelernt hat, wird der Leser bereits ab der ersten Seite in den Roman hineingesogen und erst am Ende wieder ausgespuckt, nachdem man dort eine wunderbare, aber auch aufregende Zeit verbracht hat. Die Magie, die Marzis Bücher ausmacht, springt sofort über und zeigt wieder deutlich, dass Marzi so phantastisch und einmalig schreibt wie kaum ein Zweiter. Dadurch erwächst seine Geschichte mit jedem Wort mehr zum Leben und begeistert sowohl jung, als auch alt.
Durch eine sehr hohe Spannungskurve und eine wunderbare Vielfalt an Ideen, die mit vielen Informationen versehen sind, wird die Geschichte nie langweilig und lässt die 560 Seiten wie im Fluge vergehen und man fühlt sich in eine lang verloren geglaubte Zeit zurückversetzt, in der die Märchen noch real waren und die Menschen daran glaubten.
Die Charaktere sind wieder herrlich normal, aber irgendwie auch nicht, das ist das Typische an Marzis Romanen, man fühlt sich den Charakteren sehr nah und fiebert mit, wenn sie ihre Abenteuer bestehen, die nie ganz von dieser Welt erscheinen.
Das Cover zeigt verschiedene Szenen aus diversen Märchen und passt somit wunderbar zum Inhalt. Es ist wunderbar farbig gestaltet und lädt direkt zum Lesen ein.

 

Herzlichen Dank an den Heyne fliegt Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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