Dienstag, 29. März 2011

Die dunkle Chronik der Vanderborgs:Estelle- Dein Blut so rot

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Blankensee, im Juni 1904. Ich schreibe dieses Buch in großer Verzweiflung. Die Frau, die mit diesen Zeilen zur Chronistin des dunklen Zweiges der Familie Vanderborg wird, hat alles gesehen: Verdammt zu einem Dasein als Vampirin treibt die Rache sie seit ewigen Zeiten als Untote durch halb Europa. Nun findet sie Zuflucht in einem neuen Körper. Aus Eleonore wird Estelle, und die steht am Anfang ihres Lebens und eines neuen Jahrhunderts, das bessere Zeiten verspricht. Aber die Vergangenheit holt sie gnadenlos ein, und als Estelle dem Mann ihrer Liebe begegnet, ist sie bereits einem anderen versprochen!
Bianka Minte-König entführt den Leser mit dem Auftakt ihrer neuen Reihe in die Welt der Vampire. Dies schafft sie, ohne auf schnöde Klischees zurück zugreifen, von denen man als Leser mittlerweile genug hat. Mit diesem ersten Band der Trilogie um die Vanderborgs ist es ihr weiterhin gelungen, den Mantel der Teenagerbücher à la "Freche Mädchen" abzustreifen und in die Welt der Erwachsenenromane einzutauchen.
Die historischen Gegebenheiten werden wunderbar eingefangen und authentisch wiedergegeben, sodass man als Leser in diese Zeit eintaucht und "miterlebt".
Die Figuren wirken sehr authentisch und vielschichtig und daher sehr realitätsnah. Die Tragik um Estelles Leben wird wunderbar herausgearbeitet und lässt den Leser miterleben, wie das Schicksal von Frauen um die Jahrhundertwenden mitgespielt hat. Auch wird der Zwiespalt um ihr Vampirdasein gut geschildert.
Die Sprache passt sehr gut in die damalige Zeit und verschafft Glaubwürdigkeit. Sie ist schnörkellos gehalten und wunderbar zu lesen.
Auch kommt die Romantik in diesem Roman nicht zu kurz, da die Liebe zu Amadeus sehr glaubwürdig, jedoch ohne viel Schmalz zu lesen ist. Trotzallem ist sie nicht von Dauer, denn Estelle's Liebe zu ihrem Bruder und Amadeus endet jedesmal tragisch.
Fazit: Ein wunderbarer Schmöker für lange dunkle Abende, der durch viel Authentizität besticht und dem Leser viele schöne Stunden bereitet.


Herzlichen Dank an den Otherworld Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Der 2. Teil der Trilogie ("Amanda") ist genauso schön geschrieben. Der 3. Teil ("Louisa") ist allerdings so dermaßen mit Klischees übersäht, dass er nach den beiden vorherigen Teilen mEn. ein absolut unwürdiger Abschluss gewesen ist.

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