Mittwoch, 11. Oktober 2017

Moon Chosen: Gefährten einer neuen Welt von P.C. Cast



Klappentext:
Mari gehört zum Stamm der Erdwanderer und ist die Tochter der Mondfrau ihres Clans, Erbin der einzigartigen Heilkräfte ihrer Mutter. Es ihre Bestimmung, einmal ihren Platz einzunehmen und die Frauen und Männer des Weberclans regelmäßig vom Nachtfieber zu reinigen. Doch sie birgt ein Geheimnis in der im Wald versteckten Höhle, in der sie lebt. Und sie fühlt sich noch nicht bereit, ihrem Schicksal zu folgen. Doch als ein todbringender Angriff ihre Welt aus den Angeln reißt, enthüllt Mari die Stärke ihrer Fähigkeiten und entschließt sich, sich selbst und ihr Volk zu retten. Ihr läuft ein Hund zu, der ihr nicht mehr von der Seite weicht. Ihr neuer Begleiter wird allerdings schon gesucht – von ihren Feinden. Als Mari dem Sohn des Anführers, Nik, begegnet, verspürt sie ein zuvor nie gekanntes Gefühl. Sie bricht die Gesetze des Clans und verbündet sich mit ihm, um die Kräfte zu besiegen, die sie alle zu zerstören drohen.


"Gefährten einer neuen Welt" ist der erste Band der "Moon Chosen"-Reihe von P.C. Cast.

Aufgrund des Klappentextes sowie des Covers war ich durchaus gespannt auf diese Geschichte und freute mich auf ein packendes High-Fantasy-Abenteuer. Doch weit gefehlt. Im Laufe der Handlung kristallisiert sich heraus, dass dies eigentlich eine Dystopie mit phantastischen Facetten ist. So weit so gut. Die Geschichte ist in drei Handlungsstränge gegliedert, diese laufen größtenteils unabhängig voneinander ab. Aus diesem Grund mutete dieser Roman für mich eher wie eine lange Einleitung in das Kommende an und wirkte daher oft sehr zäh und unausgegoren. Wichtige Fragen werden erst gar nicht aufgeklärt, sodass man als Leser nicht weiß, warum alles so ist, wie es ist, während andere Themen bis zur Eintönigkeit durchgekaut wurden. Das Potential ist zwar erkennbar, wurde aber sowas von verschenkt, dass das Lesen schon ein Stück weit zur Qual wurde.

Spannung kommt zudem nur ganz selten auf den 700 Seiten auf, was dazu führt, dass man sich durch schlimme Monologe quält und seitenlangen Erzählungen folgt, die weder den Leser noch die Protagonisten weiterbringen. Vom Verlauf der Handlung ganz zu schweigen. Elementares wird unter den Tisch gekehrt, während sich oft an Nichtigkeiten hochgezogen wird. Zudem finden sich hier zahlreiche Stellen, die, meiner Ansicht nach, nicht in ein Jugendbuch gehören, dafür waren sie einfach zu brutal und blutrünstig. 

Auch die Protagonisten tun nicht viel dafür, dass man sie gern hat. Mari wirkt sehr naiv und blass, Nik wirkt in der Handlung etwas verloren und Fahlauge ist vom Wahnsinn beseelt. Man weiß als Leser auch nach den 700 Seiten immer noch nicht wirklich, worauf die Geschichte mit ihren Darstellern hinaus will. Mir fehlte auch in Sachen Protagonisten der rote Faden. So haben sie mich doch ein Stück weit gelangweilt, da sich hier, wie auch bei allen anderen Facetten des Romans, kein wirklicher Sinn ergibt.

Zur Atmosphäre braucht man auch nicht wirklich etwas sagen, die fehlte in meinen Augen nämlich auch. Alles blass, ohne Tiefe, aber mit viel sinnlosen Details.

Am Ende kam dann doch noch einmal so etwas wie Spannung auf. Man glaubt es kaum. Hier könnte man in etwa erahnen, worauf es in den nächsten Teilen hinauslaufen könnte, doch dann kam der Epilog. Der führte noch einmal einen neuen Charakter ein, sodass man am Ende genauso klug ist, wie man es am Anfang war. So schade um all das verschenkte Potential. Ob ich die Fortsetzungen lesen werde, muss ich mir noch ganz genau überlegen.

Fazit: Quälende Langeweile in seiner reinsten Form. Nervige Charaktere, Handlungsstränge, die scheinbar ins Leere laufen und kaum Spannung und Atmosphäre. Potential ganz klar verschenkt.



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