Mittwoch, 8. Juni 2016

Das Juwel - Die Gabe von Amy Ewing


Klappentext:
Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. 
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.


"Die Gabe" ist der erste Band der "Das Juwel"-Trilogie von Amy Ewing.

Die Idee zu dieser Trilogie gefällt mir ausgesprochen gut. Viele neue Facetten treffen auf Altbekanntes und ergeben eine einzigartige Geschichte.

Schon auf den ersten Seiten wird klar, dieser Roman weiß zu fesseln. Aber wie! Die Geschichte besticht durch so viel Spannung und Ideenreichtum, dass man gar nicht anders kann, als das Buch innerhalb von weniger Stunden in einem Zug durchzulesen. Seite um Seite vergehen und man vergisst einfach die Zeit. Die Geschichte nimmt den Leser gefangen und entführt ihn in eine Welt die ebenso spektakulär wie grausam ist. Durch viele Überraschungen und einen genialen Schreibstil, entsteht ein Wahnsinnstempo, dem man gar nicht entfliehen kann, und es eigentlich auch gar nicht will.

Auch die Atmosphäre wurde überaus genial konzipiert. So authentisch und lebendig und mit einer Eindrücklichkeit, dass man den Geschehnissen schon fast selber ausgesetzt ist und praktisch zu Violet wird. Man ist regelrecht mittendrin und fiebert und leidet auf höchstem Niveau mit. 


Denn auch die Romantik ist allgegenwärtig und verbreitet einen Hoffnungsschimmer, der das Licht in der Dunkelheit markiert. Sie ist so bittersüß und zart und wird zugleich von einer Dramatik unterstrichen, die selbst das härteste Herz zu erwärmen weiß. Sie entbehrt nicht einer gewissen Tragik, weshalb man gespannt sein kann, auf das, was uns noch erwarten wird.

Das Ende ist schon ziemlich fies. Es ist sowohl offen, als auch mit einem Cliffhanger behaftet, der das Warten auf die Fortsetzung in unerträgliche Bahnen lenkt. Nun bin ich umso mehr auf den weiteren Verlauf dieser Trilogie gespannt und auf das, was in Band zwei passieren wird.

Fazit: Die Umsetzung von der Romanidee zu einer Geschichte ist der Autorin fulminant gelungen. Hier stimmt einfach alles, sodass man sich einem Pageturner gegenübersieht, von dem man nicht genug bekommen kann.


                                                        Bildergebnis für logo fjb

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Also ich fand die Liebesgeschichte in diesem Buch ehrlich gestanden alles andere als überzeugend ... Wieder einmal Instalove vom Feinsten! Ich erinnere mich, dass ich das Buch letztes Jahr quasi als Belohnung für den erfolgreichen Abschluss meiner Finanzlehrgänge in Wien gelesen habe und mich an manchen Stellen wirklich über Violet geärgert habe, weil sie sich soooo dumm verhalten hat ...

    Das Setting war aber klasse, das Drumherum mit den Kreisen und diesem merkwürdigen Klassensystem. Hoffen wir mal, dass die Autorin die Kurve kriegt und sich in Zukunft wieder mehr da drauf konzentriert (Der Schluss in Teil 1 lässt ja drauf schließen).

    Liebe Grüße
    Marie

    AntwortenLöschen