Samstag, 20. Februar 2016

Die Luna-Chroniken 04- Wie Schnee so weiß von Marissa Meyer



Klappentext:
Das kann Königin Levana, Herrscherin des Mondes, nicht dulden: Ihre Stieftochter, Prinzessin Winter, wird täglich schöner und ihr Zauber immer mächtiger! Wütend zwingt die böse Königin sie dazu, sich das Gesicht mit Schnitten zu verunstalten – doch die Narben können Winters Schönheit nichts anhaben. Schließlich versucht Levana sogar, sie umbringen zu lassen. Da fasst Winter einen verzweifelten Plan: Sie muss die rechtmäßige Thronfolgerin Selene finden, um gemeinsam mit ihr die böse Königin zu stürzen …


"Wie Schnee so weiß" ist der vierte und letzte Band der "Luna-Chroniken" von Marissa Meyer.

Die Geschichte setzt so ziemlich da an, wo der Vorgänger aufhörte. Nachdem die ersten drei Bände eine dystopische Märchenadaption von Aschenputtel, Rotkäppchen und Rapunzel bereithielten, widmet sich die Autorin nun Schneewittchen. All jene Protagonisten erhielten nicht nur ihre eigene Geschichte, sondern wurden auch gekonnt immer weiter zu einer großen Gesamthandlung zusammengefügt, die nun leider zu einem Ende kommt.

Sofort ist der Leser wieder ab Seite eins mittendrin in dieser meisterhaft konstruierten dystopischen Welt, die man mit keiner anderen Dystopie auf dem Buchmarkt vergleichen kann, denn die Idee zu den "Luna-Chroniken" ist nach wie vor innovativ und einfach genial. Man benötigt keinerlei Rückblenden, da sich der Zauber und die Ereignisse wie von selbst offenbaren und den Leser noch einmal in ein packendes Abenteuer hineinwerfen, das an Atmosphäre und Dramatik kaum zu übertreffen ist.

Trotz der über 800 Seiten entsteht zu keiner Zeit irgendeine Form von Langeweile. Jedes Kapitel ist vollgepackt mit Spannung und Ereignissen, mit denen man so nicht gerechnet hätte. Man kann sich hervorragend fesseln und mitreissen lassen, sodass diese 800 Seiten ratzfatz gelesen sind und wie im Fluge vergehen. Nach wie vor ist es toll, dass die Kapitel immer aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert werden und so eine atmosphärisch dichte und kompakte Geschichte ergeben, die keinerlei Wünsche offen lässt.

Auch die Atmosphäre ist einfach toll konstruiert. Man verspürt die Kombination aus Märchen, Dystopie und Science-Fiction auf jeder Seite und erhält das Gefühl, als sei man mittendrin im Kampf Gut gegen Böse. Alles ist lebendig erzählt und mit viel Liebe zum Detail und zur Geschichte ausgearbeitet. Hier entsteht, wie schon bei den Vorgängern, Kopfkino vom Allerfeinsten, das stets nach mehr lechzen lässt.

Umso mehr ist es nun schade, dass die Reihe ein Ende gefunden hat und wir leider all die ans Herz gewachsenen Charaktere verabschieden müssen. Glücklicherweise finden sich ja noch einige weitere kurze Geschichten aus dieser Welt, die uns noch einmal zurückführen und uns noch einmal die Charaktere begleiten lassen.
Nun darf man gespannt sein, welchen spannenden Projekten sich Marissa Meyer nun widmen wird und auf welche spannenden Bücher wir Leser uns in Zukunft freuen dürfen.

Fazit: Ein mehr als spannendes Finale dieser einzigartigen Reihe, die nun leider mit "Wie Schnee so weiß" ihr Ende findet. Meisterhaft erzählt und genial konstruiert. Ein Lesemuss der besonderen Art.









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