Sonntag, 16. August 2015

Rauklands Blut von Jordis Lank



Klappentext:
Ronan, Sohn des mächtigsten Herrschers im Nordmeer, ist nach Raukland zurückgekehrt. Er erwartet, dass sein Bruder Broghan für den Mordversuch an ihm bestraft wird, doch er wird jäh enttäuscht: Ihr Vater sieht auch in Broghan einen Anwärter auf den Thron. Die beiden ungleichen Brüder führen einen erbitterten Kampf um die Gunst des Königs. Ronan rechnet fest mit dem Sieg, als Broghan ein furchtbares Geheimnis aufdeckt.

"Rauklands Blut" ist der zweite Band der "Raukland"-Trilogie von Jordis Lank.

Mit kurzer zeitlicher Unterbrechung führt Jordis Lank die Ereignisse aus "Rauklands Sohn" fort. Dabei fällt es zu keiner Zeit schwer, wieder in diese Welt und ihrer Bewohner hineinzufinden, da es scheint, als wäre man nie weg gewesen. 
Dennoch erscheint der Roman anders als sein Vorgänger, was an dem veränderten Setting liegen mag. War in Band eins dies eine raue Insel, so ist es nun das harte Raukland, in dem das Überleben an vorderster Stelle steht.

Dementsprechend spannend ist die Geschichte erzählt und sprudelt förmlich über vor dramatischen Szenen, die sich zu einer komplexen Handlung verbinden, in der immer wieder überraschende Wendungen für stete Unvorhersehbarkeit sorgen. Auch das Tempo folgt angenehmen Wegen und findet eine gelungene Mischung zwischen Details und voranschreitenden Geschehnissen. Somit bestätigt "Rauklands Blut" niemals das Klischees eines schnöden Mittelbandes, welcher nur als Lückenfüller dient, denn hier geschehen für den weiteren Verlauf überaus wichtige Ereignisse, auf deren Fortführung man mehr als gespannt sein darf.

Die Atmosphäre ist leicht düster angehaucht und unterstreicht die stellenweise auftretende Brutalität dieser mittelalterlich angehauchten Welt. So kommt der Charakter dieser Trilogie hervorragend zum Tragen und lässt den Leser eintauchen in eine Geschichte, die wohl recherchiert und wunderbar umgesetzt ist.

Einziges Manko meinerseits: mir erschienen die Charaktere stellenweise etwas blass in ihrer Umsetzung. In diesem Bereich hätte ich mir noch ein Stück weit mehr Facetten gewünscht, um sie eingängiger zu gestalten.

Der Schluss wirft noch einmal alles um, was wir in den beiden Bänden erfahren haben. Es entsteht ein enormer Twist in der Handlung, weshalb ich nun sehr auf das abschließende Finale gespannt bin, sowie den Weg, den Jordis Lank in diesem bestreiten wird.

Fazit: Spannende Fortsetzung mit vielen überraschenden Wendungen und einer tollen Geschichte. Jordis Lank hat mit ihrer "Raukland"-Trilogie eine wirklich packende Geschichte erschaffen, die man gelesen haben sollte.





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