Montag, 22. Juni 2015

Küsse in Florenz von Lina Roberts



Klappentext:
Als wäre die misslungene Examensprüfung nicht Grund genug, den Kopf in den Sand zu stecken, ertappt Anna Weissert ihren Langzeitfreund auch noch beim Fremdgehen. Um die Scherben ihres Lebens zu sortieren, reist Anna nach Florenz, wo sie Enrico begegnet. Der verteufelt heiße Italiener schafft es nicht nur, für sündhafte Zerstreuung zu sorgen, sondern auch, ihr neue Perspektiven aufzuzeigen. Alles könnte perfekt sein, wäre Enrico der Typ Mann, der an die Liebe glaubt …

"Küsse in Florenz" ist der erste Band der "Küsse"-Serie von Lina Roberts.

Zuallererst sei gesagt, dass der Klappentext eine kleinen Fehler aufweist, der auch den Titel ein Stück weit fehlerhaft wirken lässt, da Anna nicht nach Florenz reist, sondern nach Rügen. Das Setting Florenz kommt erst einige Zeit später und dann auch nur für einen sehr kurzen Zeitraum, sodass Leser, die auf eine Geschichte, die in Italien spielt, Wert legen, ein wenig enttäuscht sein dürften, wenn der Haupthandlungsort "nur" Rügen ist.

Dennoch fällt der Einstieg in die Geschichte recht leicht, da man gleich, ohne große Vorrede, in die im Klappentext beschriebene Szene hineingeworfen wird und auch im weiteren Verlauf ein, für dieses Genre angenehmes Tempo beschert bekommt.
Die Handlungen schreiten zügig voran, sodass keine Langeweile aufkommt und man sehr gut in die Geschichte eintauchen kann.
Auch die Spannung ist in einem angenehmen Maße gehalten und man bekommt immer mal wieder kleinere dramatische Sequenzen geboten, die den Lesefluss noch einmal anheizen.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich auf körperlicher Ebene recht flott, auf geistiger Ebene etwas langsamer; liest sich aber zu jeder Zeit sehr schön und vorallem authentisch.
Für mich war die Romantik allerdings nicht so spürbar, wie ich es mir gewünscht hätte, mir fehlte stellenweise ein wenig der Zugang zu den Emotionen der Hauptprotagonisten und somit die Leidenschaft.
Der erotische Teil liest sich sehr sinnlich und keineswegs vulgär. Auch nehmen die Liebesszenen keinen übermäßigen Raum ein, welcher die eigentliche Handlung in den Hintergrund drängen würden.

Die Hauptprotagonisten sind durchaus sympathisch und mit ihren Ecken und Kanten skizziert. Auch die Nebencharaktere haben ihren angestammten Platz in der Handlung und bereichern diese noch zusätzlich. In den Folgebänden wird man sie mit Sicherheit noch einmal wiedertreffen, da sich diese Romane mit dem einen oder anderen bekannten Protagonisten befassen werden.

Der Schluss ist schön und authentisch gezeichnet. Den Leser erwartet ein stimmungsvolles Happy End und ein zufriedenstellendes Ende.

Fazit: Schöner Liebesroman mit anderem Setting als Klappentext und Titel verraten und kleineren Schwächen im Transport der Emotionen.

 


Romance Edition

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