Donnerstag, 1. Januar 2015

Prinzessin der Nacht von Thomas Endl





Klappentext:
 Im Sonnenreich Solterra sind Effizienz, Gehorsam und Ordnung die obersten Gebote. Die „Eingeweihten“ regeln das Leben bis ins kleinste Detail. Die aufmüpfige Skaia kann gar nicht anders, als immer wieder gegen die Regeln zu verstoßen. Als sie einen geheimen, verwilderten Park entdeckt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Um sich und ihren Bruder zu retten, wagt sie sich in eine fremde Welt: in das Königreich der Nacht, wo Geister und Gaukler hausen – und der Horrlekin Angst und Schrecken verbreitet. Erst dort begreift Skaia, dass sie auserwählt ist, den Menschen beider Reiche die Freiheit zu bringen. 

"Prinzessin der Nacht" ist ein phantastischer Roman aus der Feder von Thomas Endl.

Dieser Roman ist grob an die Oper "Die Zauberflöte" von Mozart angelehnt, sodass dem Leser etliche Namen bekannt vorkommen werden. Jedoch spinnt der Autor seine ganz eigene Geschichte drumherum, sodass etwas völlig Neues entsteht. Die Idee gefällt mir deshalb ausgesprochen gut und lässt den Leser an einem phantastischen Abenteuer teilhaben.

Zu Beginn fiel mir der Einstieg etwas schwer, ich kann allerdings  nicht genau definieren weshalb. Jedoch gelang mir später das Eintauchen in diesen Roman Seite um Seite immer leichter. Doch stets fehlte mir noch der letzte Feinschliff, um mich vollends abtauchen und gefangen nehmen zu lassen, sodass mich zwar dieser Roman gut zu unterhalten, aber nicht so mitreißen zu wusste, wie ich es mir gewünscht hätte. 

Auch die Spannungskurve hätte ich mir noch intensiver gewünscht, da viele Momente viel  zu schnell vorbeigingen und das eine oder andere ergänzende Detail vorteilhaft gewesen wäre.
Zwar liest sich "Prinzessin der Nacht" nicht langweilig, doch wäre an manchen Stellen etwas mehr Tempo wünschenswert gewesen.

Die Atmosphäre beschert dem Leser ein phantastisches Gefühl und es ist deutlich erkennbar, dass der Autor sich bei seinen Figuren und Ereignissen einige Gedanken gemacht hat, sei es bezüglich der Namen oder der Darstellung bestimmter Geschehnisse. Nichts wirkt undurchdacht oder lieblos, alles hat seinen eigenen wichtigen Platz in der Geschichte, auch wenn dies manchmal nicht von Anfang an direkt erkennbar ist.

Das Ende ist in soweit offen gehalten, als das sich der Leser noch ein Stück weit seine eigenen Gedanken machen und der Phantasie freien Lauf  lassen kann. Dieser Schluss ist stimmig und stellt einen gelungen Abschluss dieses phantastischen Abenteuers dar.

Fazit: Tolle Ideen mit spannender Umsetzung, auch wenn mir leider der Zugang ein Stück weit verwehrt blieb.

 





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