Montag, 8. September 2014

Grischa- Lodernde Schwingen von Leigh Bardugo



Klappentext:
Erneut suchen Alina und Maljen ein Versteck vor dem Dunklen. Ein unheimlicher Priester, Asket genannt, führt sie in ein finsteres Höhlengeflecht. Doch hier kann Alina die Macht der Sonne nicht aufrufen. Mit jedem Tag wird sie schwächer. Um wieder sie selbst zu werden, um zu leben, muss sie zurück ans Licht. Zusammen mit Maljen, der nach wie vor zu ihr steht, macht sie sich dann auf die Suche nach dem Feuervogel, dem dritten Kräftemehrer. Und die letzte Konfrontation mit dem Dunklen wird kommen.

"Lodernde Schwingen" ist der dritte und damit finale Band der "Grischa"-Trilogie von Leigh Bardugo.

Der Anfang gestaltet sich ein wenig schwierig, da man nicht mehr alle Ereignisse aus den ersten beiden Bänden vor Augen hat und sich somit die eine oder andere Szene dem Leser nicht direkt erschließt. So wäre eine kurze Zusammenfassung oder kleinere Rückblenden gut gewesen, um dem Leser noch einmal die wichtigsten Details in Erinnerung zu rufen.
Zwar ist der gröbste Verlauf noch in Gedanken vorhanden, doch sind es die kleineren Details, die mir ab und an die eine oder andere Schwierigkeit bescherten.

Trotzdem liest sich auch "Lodernde Schwingen" wieder sehr spannend und besticht durch viele interessante und gut durchdachte Ideen, die zu einer dichten Handlung verschmelzen. Diese ist zum Teil sehr mysteriös und bleibt bis zum Ende offen. Ständig offenbaren sich Geheimnisse, mit denen man so in ihrer Form nicht gerechnet hätte und so die Spannung noch zusätzlich greifbarer gestalten. Das Tempo ist dabei mehr als angenehm zu lesen; weder zu flott, noch zu langatmig. 

Allerdings war für mich die Atmosphäre in diesem Band nicht so magisch, wie es in den Vorgängern der Fall war. Dort erschien mir diese wie einem russischen Märchen entsprungen; kalt und rau. Doch kam sie mir hier ein wenig zu kurz, sodass man sich nicht so in diese Geschichte fallen lassen konnte, wie noch in Band eins und zwei.

Leigh Bardugo hat auch mit "Lodernde Schwingen" das untermauert, was sie bereits in den ersten beiden Bänden so ausgezeichnet hat; eine innovative Geschichte, die ihren eigenen Regeln folgt und in keinster Weise irgendwo abgekupfert erscheint. So bringt sie ihre Trilogie auf eine tolle Art und Weise zu einem Ende, das man vielleicht nicht so erwartet hat, aber einfach passend erscheint.
Die "Grischa"-Trilogie ist nun zu Ende, doch wird es demnächst ein Wiedersehen mit der Welt Rawkas geben, da die Autorin an einer Reihe arbeitet, die in ebendieser Welt angesiedelt ist.

Fazit: Ein mehr als passender Abschluss der "Grischa"-Trilogie. Leigh Bardugo weiß auch mit Band drei trotz der einen oder anderen Schwäche zu überzeugen.



                                                    






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